Vorsorge- und Nachfolgeoptimierung dank Beletage – Teil 2

Steuerersparnisse sind auch Rendite

Keine oder gar negative Zinsen und hohe Schwankungen bei den Aktienkursen machen es dem Anleger schwer mit seinem Geld ohne erhöhte Risiken angemessene Erträge zu erwirtschaften. Im Gegensatz dazu bieten freiwillige Einkäufe in die berufliche Vorsorge ein überzeugendes Chancen-Risiko-Profil: Vergleicht man das effektiv einbezahlte Kapital (nach Steuern) mit der Kapitalauszahlung bei der Pensionierung (nach Steuern), ergeben sich je nach Anlagedauer Nettorenditen, welche mit der langjährigen realen Wertzunahme von Schweizer Aktien von rund 7,5% problemlos mithalten können.

Hohe Selbstbestimmung bei Kaderlösungen
Bei der Zusatzvorsorge für Kader kann gerade mit 1e-Vorsorgeplänen für Löhne ab Fr. 126‘900.- p.a. gezielt und flexibel auf die Bedürfnisse des einzelnen Versicherten sowie des Unternehmens eingegangen werden. Dies gilt für die Wahl der Sparbeiträge, die Wahl der Anlagestrategie, die Höhe der Einkaufskapazität und somit des Steueroptimierungspotentials. Im Weiteren wird jedem Versicherten sein tatsächlich erzielter Anlageerfolg gutgeschrieben und es findet keine Quersubventionierung vom überobligatorischen zum obligatorischen Teil der Vorsorge statt.

Einkaufslücken schliessen
Einkäufe in die Kadervorsorge werfen zusätzlich zur Steuerersparnis attraktive Anlagerenditen ab. Wer in eine Anlagestrategie mit 45% Aktienanteil investierte, erzielte in den vergangenen fünf Jahren rund 6% netto p.a. und über zehn Jahre waren es trotz teilweise negativer Anlagejahre immer noch rund 3% netto p.a. In der obligatorischen Basispensionskasse wurden Einkäufe im Schnitt der letzten fünf Jahre mit 1,6% und über zehn Jahre mit 1,9% verzinst. Es ist also von Vorteil, zuerst Einkaufslücken in der Kadervorsorge zu schliessen und erst danach in der Basispensionskasse.

Viele Unternehmer beziehen aufgrund der privilegierten Besteuerung mehr Dividende und weniger Lohn. Dabei wäre der Lohnbezug oft attraktiver. Denn je höher der gemeldete Lohn bei der Kadervorsorge, umso höhere planmässige Sparbeiträge können einbezahlt und vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden. Unter dem Strich ergeben sich so für den Unternehmer oft höhere Bezüge nach Steuern. Es lohnt sich, Einkaufslücken vor allem dann zu schliessen, je näher das Pensionierungsdatum rückt. Allerdings wird dies steuerlich nur bis drei Jahre vor dem Zeitpunkt des Kapitalbezugs akzeptiert.

Vorsorge- und Nachfolgeoptimierung dank Beletage – Teil 1

Attraktive Ergänzung zur beruflichen Vorsorge

Angesichts des Anlagenotstandes der gängigen Pensionskassen gewinnen Kadervorsorgelösungen markant an Bedeutung. Sie ermöglichen es, in Ergänzung zur Basispensionskasse eine zusätzliche Vorsorge gezielt, flexibel und eigenverantwortlich auf die Bedürfnisse des Versicherten sowie des Unternehmens auszurichten. Ab einem AHV-Lohn von 126 900 Franken kann der Versicherte seine Anlagestrategie im Rahmen der gemäss BVG zulässigen Anlagen an seine übrigen Vermögensteile, an den geplanten Pensionierungszeitpunkt und an seine Risikofähigkeit anpassen.

Bis zu 50 Prozent des Kadervorsorgevermögens dürfen in Pfandbriefe und Grundpfandtitel auf Liegenschaften investiert werden. Diese Möglichkeit bietet eine attraktive Alternative zu den momentan unrentablen Obligationen oder Bargeldkonti, indem die eigene Hypothek über die Kadervorsorge finanziert werden kann. Zusätzlich können bis 50 Prozent des Kadervorsorgevermögens in Aktien angelegt werden, vorzugsweise in Titel mit hohen Dividendenrenditen. Mit Anlagen auf Immobilien und alternativen Anlagen darf die Quote bis auf 70 Prozent erhöht werden. Mit einem derart diversifizierten Portfolio liessen sich in den vergangenen fünf Jahren über fünf Prozent Rendite pro Jahr erzielen. Als Aktionär beziehungsweise Partner seines Unternehmens entscheidet der Versicherte über bestimmte Parameter, mit denen er seine Liquiditäts- und Vorsorgesituation zusätzlich steuern kann.

Wenn er etwa Dividendenausschüttungen zugunsten von mehr Lohn kürzt, wird die Vorsorgelücke und damit das steuerbegünstigte Einkaufspotenzial erheblich erhöht. Auch bezüglich des Pensionierungszeitpunkts besteht mit Teilpensionierungsschritten eine hohe Flexibilität, was Nachfolgelösungen erleichtern kann; vor allem dann, wenn Mandate und Aktienpakete stufenweise an die Nachfolger abgetreten werden.

Blick auf die Umwandlungssätze
Zudem kann die Begünstigungsordnung gemäss Vorsorgereglement individueller gestaltet werden als im normalen Erbrecht. Vor allem bei der Unterscheidung zwischen rentenberechtigten und übrigen Kindern ist ein besonderes Augenmerk für die Begünstigung zu richten. Bei der Pensionierung können die Wertschriftenanlagen der Kadervorsorge eins zu eins ins Privatvermögen übertragen und weitergeführt werden. Wer eine Rente beziehen möchte, macht dies am besten mit der Basispensionskasse, da dort die Umwandlungssätze in der Regel noch attraktiv sind. Das Kadervorsorgevermögen steht grundsätzlich in Kapitalform zur Verfügung.

Die Kadervorsorge mit freier Anlagestrategiewahl eignet sich für Aktionäre und Partner von KMU, Selbstständigerwerbende wie Ärzte, Zahnärzte, Anwälte, Berater und weitere, Kader – und Geschäftsleitungsmitglieder sowie Expatriates.