Eine Begünstigungserklärung bringt Vorteile

Vorsorgegelder unterliegen nicht den Regeln des Erbrechtes. Anpassungen bei der Begünstigungsordnung sind vorsorgerechtlich limitiert. Trotzdem gibt es Spielräume, die es zu nutzen gilt.

«Memento mori – Bedenke den Tod» lautet eine Maxime, die es auch bei der Vererbung von Vorsorgevermögen zu beherzigen gilt. Viele Versicherte weisen den grössten Teil ihres Vermögens in der 2. und 3. Säule auf. Umso wichtiger ist es, frühzeitig Vorkehrungen zu treffen. Bei umhüllenden Pensionskassenlösungen wird im Todesfall in der Regel das angesparte Altersguthaben vollständig für die Finanzierung der Hinterlassenenrenten verwendet. Der Vorteil dieser Lösung: Die Risikoprämien sind tiefer. Der Nachteil: Freiwillige Einkäufe werden oft für die Verrentung beigezogen und nicht als zusätzliches Todesfallkapital ausbezahlt. Reglementarisch oder mit einer separaten Kadervorsorgelösung wie PensFlex kann dieser Nachteil eliminiert werden.

 

Nicht rentenberechtigte Kinder können leer ausgehen
Das berufliche Vorsorgegesetz unterscheidet zwischen rentenberechtigten Kindern und den übrigen Kindern. Je nach familiärer Konstellation kann es bei der gesetzlichen Begünstigungsordnung zu ungewollten Ungleichbehandlungen kommen. Beispiel: Im Todesfall würde so bei einem geschiedenen Mann mit einer Tochter (Alter 22, in Ausbildung) und einem Sohn (Alter 26, in Ausbildung) das gesamte Altersguthaben an die jüngere Tochter ausbezahlt. Die Sammelstiftung PensFlex hat ihr Reglement entsprechend angepasst und kann die Gleichstellung bei den eigenen Kindern in der Regel sicherstellen.

Achtung! Keine Flexibilität bei Freizügigkeitseinrichtungen
Solche Ungleichbehandlungen bei den eigenen Kindern können hingegen die Freizügigkeitsstiftungen auch reglementarisch nicht lösen. Der Gesetzgeber lässt hier absolut keinen Spielraum zu.

Gesetzgeber ist liberaler bei der Säule 3a
Verstirbt der Inhaber einer gebundenen Säule 3a, so wird das gesamte Vorsorgeguthaben primär an den Ehegatten oder an den eingetragenen Partner ausgerichtet. Sekundär geht das 3a-Vermögen an die direkten Nachkommen. Eine Unterscheidung zwischen rentenberechtigten und den übrigen Kindern kennt die Säule 3a nicht.