Einkäufe gezielt auf Basis- und Kadervorsorge verteilen

Freiwillige Einkäufe in die Pensionskasse bieten ein markantes Steuersparpotential und sollten jedes Jahr umsichtig geplant werden. Dabei muss nicht nur ein optimaler Betrag festgelegt werden, sondern beim Splittingmodell auch entschieden werden, ob der Einkauf bei der Basis- und/oder Zusatzvorsorgeeinrichtung erfolgen soll. Ich empfehle aber in jedem Fall, den aktuellen Deckungsgrad und insbesondere die technische Verzinsung vorher genau zu prüfen. Bei einem zu hohen technischen Zins würde ich mit Einkäufen eher vorsichtig sein. Denn je höher eine Pensionskasse den technischen Zins festlegt, desto weniger Kapital muss die Vorsorgeeinrichtung für ihre Verpflichtungen reservieren. Liegt aber die effektiv im Anlagemarkt erzielte Rendite unter dem technischen Zinssatz, führt dies zu einer Verschlechterung des Deckungsgrades oder zu einer Unterdeckung. Darüber hinaus ist der Versichertenstruktur bzw. dem Verhältnis der Aktiven zu den RentnerInnen Beachtung zu schenken.

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Stiftungssitz Schwyz ist und bleibt interessant

Der Nationalrat wollte, dass das ausbezahlte Freizügigkeitsguthaben neu am Ort des letzten Schweizer Wohnsitzes statt wie heute am Sitz der Stiftung besteuert werden soll. Das wurde verhindert: Der Ständerat will an der Art und Weise, wie Freizügigkeitsguthaben von Auswanderern beim Bezug besteuert werden, nichts ändern. Er hat die entsprechende parlamentarische Initiative aus dem Nationalrat abgelehnt. Der Vorstoss ist damit vom Tisch. Damit dürfte bei diesem Thema für längere Zeit Ruhe und somit Planungssicherheit eingekehrt sein. Für Auswanderer, die ihre Vorsorgegelder beziehen wollen, bleibt der Stiftungssitz für die Besteuerung massgebend. Bei solchen Barauszahlungen kennt der Kanton Schwyz die schweizweit tiefste Quellensteuerbelastung (maximal 4,8 Prozent). Für PensFree und Independent Kunden mit Wohnsitz im Ausland oder Vorsorgenehmer mit Auswanderungsplänen besteht deshalb kein Handlungsbedarf.

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Spezifisches Vorsorge-Wissen begünstigt gemäss Universität Basel eine effiziente Vorsorge

Eine Studie von Prof. Dr. Jörg Rieskamp und Dr. Andreas Pedroni an der Fakultät für Psychologie der Universität Basel zeigt: Wer freiwillig vorsorgt, muss die Selbstbeherrschung haben, auf gegenwärtigen Konsum zu verzichten, und das Wissen, in Zukunft mit dem gesparten Geld Mehrwert zu haben. Beim Wissen geht es interessanterweise nicht um das allgemeine Verständnis von Finanzfragen (Financial Literacy), sondern um spezifische Kenntnisse, wie das konkrete Vorsorgesystem funktioniert, in dem die Vorsorge getroffen wird.

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Steigende Zinsen können verkraftet werden

Seit 1990 sanken die Nominalzinsen in der Schweiz von knapp 7% auf noch knapp 0%. Dank den Zinssenkungen wurden auf den Obligationen markante Kursgewinne verbucht. Probleme entstehen, wenn die Zinsen sich nicht mehr bewegen und auf diesem Niveau verharren. Nach unten können sie kaum mehr, eher nach oben. Steigende Zinsen führen aber bei Festzinspapieren zu Kurseinbussen. Entscheidend ist in dieser Phase ein aktives Zinsrisikomanagement, meinte Dr. Alfred Bühler von PPCmetrics kürzlich an der BVG-Arena der Innovation Zweite Säule in Bern. Doch auch so dürfte es in den nächsten 10 Jahren schwierig sein, mit Schweizer Obligationen eine Rendite von mehr als 1% zu erwirtschaften. Ausgleich können Mehrerträge risikobehafteter Anlagen bieten, wobei auch deren Renditeerwartungen gedrückt sind.

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