Fintech: Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen

Die explosive Verbreitung von Fintech trifft auch im Vorsorgebereich auf Nachahmer. Sie erlaubt es jedermann, Finanztransaktionen zu tätigen, ohne die Beratung eines Finanzdienstleisters in Anspruch zu nehmen. Was passiert aber, wenn ein Vorsorgeinhaber, der bereits mehrere hunderttausend Franken besitzt, sich mit dem Alter die Fragen eines Einkaufs, einer Frühpensionierung oder einer Auswanderung aus der Schweiz stellt?

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Einkäufe gezielt auf Basis- und Kadervorsorge verteilen

Freiwillige Einkäufe in die Pensionskasse bieten ein markantes Steuersparpotential und sollten jedes Jahr umsichtig geplant werden. Dabei muss nicht nur ein optimaler Betrag festgelegt werden, sondern beim Splittingmodell auch entschieden werden, ob der Einkauf bei der Basis- und/oder Zusatzvorsorgeeinrichtung erfolgen soll. Ich empfehle aber in jedem Fall, den aktuellen Deckungsgrad und insbesondere die technische Verzinsung vorher genau zu prüfen. Bei einem zu hohen technischen Zins würde ich mit Einkäufen eher vorsichtig sein. Denn je höher eine Pensionskasse den technischen Zins festlegt, desto weniger Kapital muss die Vorsorgeeinrichtung für ihre Verpflichtungen reservieren. Liegt aber die effektiv im Anlagemarkt erzielte Rendite unter dem technischen Zinssatz, führt dies zu einer Verschlechterung des Deckungsgrades oder zu einer Unterdeckung. Darüber hinaus ist der Versichertenstruktur bzw. dem Verhältnis der Aktiven zu den RentnerInnen Beachtung zu schenken.

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